Nittendorf (dpa) - Die Volksmusik-Band Kastelruther Spatzen hat sich vehement gegen Betrugsvorwürfe gewehrt.

Die für die CD-Aufnahmen engagierten Studiomusiker seien im Impressum jedes CD-Booklets namentlich erwähnt, teilte der Manager Helmut W. Brossmann am Mittwoch in Nittendorf bei Regensburg mit. Auch die zusätzlichen Stimmen bei Choraufnahmen seien aufgeführt worden.

Der ehemalige Produzent der Kastelruther Spatzen, Walter Widemair, hatte den Schunkel-Stars in einem Zeitungsbericht Betrug vorgeworfen, weil Sänger Norbert Rier auf weiten Teilen der Platten von Studiomusikern statt von den echten Spatzen begleitet wurde. Band und Plattenfirma hatten dies als gängige Praxis bestätigt. Der Manager vermutete hinter den Vorwürfen wirtschaftliches Kalkül. Widemair suche lediglich Werbung für sein Buch, hieß es in der Erklärung weiter. In fast 30 Jahren hätte die Band auf allen Tourneen immer alles live gesungen und gespielt.

Um ihre insgesamt 13 Echos müssen die Kastelruther Spatzen nach den Vorwürfen nicht fürchten. Eine mögliche Aberkennung stehe außer Frage, erklärte die Deutsche Phono-Akademie am Mittwoch in Berlin. Auf Basis der vorliegenden Fakten bestehe dazu kein Grund. Der Echo versteht sich als deutsche Antwort auf die Grammys und die Brit Awards. Er wird seit 1992 verliehen. Es gibt 27 Kategorien. Veranstalter ist die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie.

Erklärung des Managers auf der Homepage