Draghi kündigt Details zu neuen Euro-Scheinen an

Frankfurt/Main (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will an diesem Donnerstag (8.11.) das Geheimnis um die neue Generation der Euro-Scheine lüften. «Wir werden morgen eine Pressekonferenz haben, es wird dann noch ein paar Details zu den neuen Geldscheinen geben», sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Mittwoch bei einer Tagung der Genossenschaftsbanken in Frankfurt. Dem Vernehmen nach wird die EZB vom kommenden Jahr an schrittweise neue Noten mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen in Umlauf bringen. Erwartet wird, dass im Mai 2013 zunächst der überarbeitete 5-Euro-Schein kommt. Danach könnte - gestaffelt nach Wert - jedes Jahr eine weitere Note folgen.

Munich Re schraubt Jahresprognose nach oben

München (dpa) - Der Hurrikan «Sandy» schreckt die Munich Re nicht. Trotz der verheerenden Sturmschäden vor allem in den USA erwartet der weltgrößte Rückversicherer 2012 einen Gewinn von rund drei Milliarden Euro, ein Fünftel mehr als bislang angekündigt. Mehr als ein Drittel davon verdiente der Dax-Konzern bereits im dritten Quartal. Bislang hatte er mit einem Gewinn von rund 2,5 Milliarden gerechnet. Zwischen Juli und September verbuchte Munich Re einen überraschend hohen Gewinn von 1,13 Milliarden Euro. Vor einem Jahr waren es unter anderem wegen Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen nur 286 Millionen Euro. «Trotz des Wirbelsturms Sandy sind wir sehr optimistisch, 2012 einen Gewinn von rund 3 Milliarden erzielen zu können», sagte Finanzvorstand Jörg Schneider am Mittwoch.

GM-Vize Girsky: Opel wird mit weniger Mitarbeitern leben müssen

Rüsselsheim (dpa) - Der kriselnde Autobauer Opel dreht weiter an der Kostenschraube und wird auch in Zukunft Personal abbauen. «Wir müssen effizienter werden, wir müssen unsere Strukturen verschlanken und Bürokratie abbauen. Wir werden mit einer kleineren Zahl von Mitarbeitern leben müssen», sagte GM-Vize Steve Girsky der dpa. Der Opel-Aufsichtsratschef verspricht Milliardeninvestitionen und betont: «GM steht voll und ganz hinter Opel» - trotz der hohen Verluste. Der Zehn-Jahres-Plan «Drive Opel 2022» trage bereits erste Früchte, sagte Girsky. Allein in diesem Jahr werde Opel die Fixkosten um rund 300 Millionen Dollar drücken (233 Mio Euro): «Wir haben die Ausgaben reduziert und unsere Effizienz erhöht.» Bis 2015 sollen die Fixkosten um weitere 500 Millionen Dollar sinken. Bis dahin will GM in Europa die Gewinnschwelle erreichen.

Eurozone kämpft weiter gegen Schuldenkrise - Wachstum erst 2014

Brüssel (dpa) - Europa kämpft weiter gegen die gefährliche Schuldenkrise. Zwar gehen die Staatsdefizite im Schnitt zurück, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel in ihrem Herbst-Konjunkturgutachten mit. Aus dem Dokument geht aber deutlich hervor, dass keine Entwarnung gegeben werden kann. Euroländer wie Frankreich, Spanien, Griechenland oder Zypern bekommen ihre Defizite nicht in den Griff. Und: Wirtschaftswachstum in der Eurozone wird es wohl erst 2014 wieder geben.

EU billigt Übernahme von ThyssenKrupp-Edelstahltochter durch Finnen

Brüssel (dpa) - Grünes Licht für die Übernahme der Thyssenkruppp-Edelstahltochter Inoxum durch den finnischen Konzern Outokumpu. Die EU-Kommission hat die Übernahme am Mittwoch unter der Auflage gebilligt, dass Inoxum ihr Edelstahlwerk im italienischen Terni verkauft. Das teilten die obersten Wettbewerbshüter Europas in Brüssel mit. ThyssenKrupp und Outokumpu hatten die 2,7 Milliarden Euro schwere Transaktion Anfang des Jahres mitgeteilt. Durch den Zusammenschluss entsteht ein neuer Weltmarktführer beim Edelstahl. ThyssenKrupp will durch die Trennung seinen Umbau vorantreiben und den Schuldenberg verringern.

Wirtschaftsweise: Bundesregierung soll konsequenter sparen

Berlin (dpa) - Die fünf Wirtschaftsweisen haben die jüngsten Beschlüsse der schwarz-gelben Koalition scharf kritisiert. In ihrem neuen Jahresgutachten verlangen die Regierungsberater weitere Reformen sowie «deutlich mehr Ehrgeiz» bei der Konsolidierung des Haushalts. «In die falsche Richtung gehen strukturelle Mehrausgaben, wie etwa das Betreuungsgeld, die Zuschussrente oder die Abschaffung der Praxisgebühr», heißt es in dem Bericht. Der Sachverständigenrat überreichte das Gutachten am Mittwoch Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Vorsitzende des Gremiums, Wolfgang Franz, sprach dabei von zwei großen Herausforderungen. Zum einen müsse die Architektur Europas gefestigt werden. «Zum anderen besteht weiterhin im Inland wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf, beispielsweise in der Energiepolitik, im Gesundheitssystem und im Steuersystem.»

Studie: Wohnungspreise und Mieten steigen weiter

Berlin (dpa) - Mieten und Wohnungspreise werden in den meisten deutschen Städten einer Studie zufolge weiter steigen. In Berlin, Hamburg, München und Frankfurt ziehen die Kaufpreise inzwischen sogar kräftiger an als die Mieten, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch mitteilte. Daraus könnten spekulative Blasen entstehen, wenn die Mieten nicht aufholen. Eine deutlich schwächere Entwicklung erwartet das Institut für das Ruhrgebiet. Durchschnittlich legten die Wohnungspreise in den vergangenen fünf Jahren der Studie zufolge jährlich um 6,5 Prozent zu. In zehn Städten - darunter Dortmund, Duisburg und Wuppertal - stagnierten sie allerdings auch oder sanken. Die Mieten stiegen mit einem Plus von 1,8 Prozent jährlich weniger stark. In keiner der untersuchten Großstädte gingen sie zurück.

Dax rutscht mit abnehmender Euphorie über Obama ins Minus

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist am Mittwoch angesichts der nachlassenden Euphorie über die Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama deutlich ins Minus gerutscht. Auch gute Quartalsberichte der Unternehmen halfen dem Leitindex nicht mehr, der im Einklang mit dem nachgebenden Euro zuletzt 0,82 Prozent auf 7317 Punkte abgab. Für den MDax ging es um 0,46 Prozent auf 11 603 Punkte nach unten. Lediglich der TecDax behauptete ein Plus von 0,60 Prozent auf 818 Punkte. Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,14 Prozent am Vortag auf 1,13 Prozent. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2746 (Dienstag: 1,2800) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7846 (0,7813) Euro.