Washington (dpa) - Bei der US-Präsidentenwahl kommt Amtsinhaber Barack Obama (51) dem Sieg ein deutliches Stück näher. Gut vier Stunden nach Beginn der Auszählung steht nach Angaben von TV-Sendern fest, dass er vier der elf wichtigen Swing States gewonnen hat.

Dagegen kann sein Rivale Mitt Romney (65) bisher keinen «Wechsel-Staat» für sich verbuchen. Ein noch möglicher Sieg Romneys wird nach Berechnungen von Statistikern immer schwieriger.

Obama sicherte sich die umkämpften Staaten Wisconsin, Michigan, Pennsylvania und New Hampshire. Allerdings stehen noch unter anderem die Ergebnisse in Florida und Ohio aus, wo es ein Kopf-an-Kopf-Rennen ist.

Nach Berechnungen der «New York Times» hätte Obama mit dem Erfolg in Florida seine Wiederwahl praktisch in der Tasche. Voraussetzung dafür ist, dass er wie erwartet alle als demokratisch geltenden Staaten gewinnt. Romney müsste hingegen neben Florida auch weitere Swing States gewinnen, um die notwendige Mehrheit von 270 Wählerstimmen zu holen.

In Florida könnte es erneut eine Hängepartie geben. Das Rennen ist hier derart knapp, dass Nachzählungen und juristische Klagen nicht ausgeschlossen werden. Ähnlich sieht es in Ohio aus. Dies könnte das Ergebnis um Tage oder gar Wochen verzögern.

Im Jahr 2000 war der Republikaner George W. Bush erst mit wochenlanger Verspätung zum Sieger erklärt worden, weil Nachzählungen in Florida das Endergebnis verzögert hatten. Letztlich musste damals das oberste Gericht der USA entscheiden. Obama hat aus dem Dutzend umkämpften Staaten bis jetzt Michigan (16), Wisconsin (10), Pennsylvania (20) und New Hampshire (4) gewonnen. Neben Florida mit 29 Wählerstimmen werden weiter ausgezählt: Ohio (18), Virginia (13), North Carolina (15), Colorado (9), Nevada (6) und Iowa (6).

Vor allem Pennsylvania gilt ist wichtiger Etappensieg für den Demokraten Obama. In Michigan war erwartet worden, dass Herausforderer Romney stärker abschneidet - der Republikaner ist in dem nördlichen Industriestaat geboren worden.