München (dpa) - Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat nach dem Ausfall von Jérôme Boateng zunächst keinen neuen Verteidiger für das letzte Länderspiel des Jahres gegen die Niederlande nachnominiert.

Der Nationalspieler des FC Bayern München hatte im Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitten und muss nach eigener Aussage «zwölf bis 14 Tage» aussetzen. Löw stehen damit noch 21 Akteure für den Test an diesem Mittwoch in Amsterdam zur Verfügung.

Löw erwartet ein «hochintensives» Prestigeduell. «Diese Spiele sind immer etwas besonderes», erklärte der Bundestrainer trotz der Kritik aus der Bundesliga an dem ungünstigen Länderspiel-Termin. Der Bundestrainer erwartet nach zuletzt «zwei empfindlichen Niederlagen» der Holländer gegen die DFB-Auswahl «einen hochmotivierten» Gegner.

Diese Ausgangsposition bestätigte am Wochenende Bayern-Profi Arjen Robben: «Es ist immer ein richtig schönes Spiel, egal ob es ein Freundschaftsspiel ist oder nicht.» Der holländische Angreifer lobte die deutsche Mannschaft: «Vor allem unsere neuen Spieler können sich mal messen mit einigen der besten Spieler der Welt. Ich finde, im Moment ist Deutschland viel weiter als wir.» Die deutschen Spieler kommen am Montagmittag direkt in Amsterdam zusammen.