Ljubljana/Belgrad (dpa) - Die Slowenen haben am Sonntag ihren künftigen Präsidenten gewählt. Als Favorit ging der amtierende Staatspräsident Danilo Türk ins Rennen. Rund 1,6 Millionen Wähler konnten bis 19.00 Uhr ihre Stimme abgeben. Mit ersten Prognosen wurde kurz danach gerechnet.

Am Mittag zeichnete sich eine geringe Wahlbeteiligung ab. Vier Stunden nach Öffnung der Wahllokale hatten nach Angaben der Wahlleiter gegen 11 Uhr erst 14,4 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Bei der vorherigen Präsidentenwahl waren es zur gleichen Zeit 17 Prozent gewesen.

Der 60-jährige Türk ist der Kandidat des linken Lagers. Da er die absolute Mehrheit der abgegeben Stimmen wohl nicht erreichen wird, kommt es am 2. Dezember wahrscheinlich zu einer Stichwahl unter den beiden Bestplatzierten. Die slowenische Verfassung weist dem Präsidenten rein repräsentative Aufgaben zu.

In den Umfragen an zweiter Stelle liegt ein weiterer Links-Kandidat, der einstige sozialdemokratische Partei- und Regierungschef Borut Pahor (49). Platz drei könnte danach der 50 Jahre alte Europaabgeordnete Milan Zver als Vertreter der amtierenden Mitte-Rechts-Regierung belegen.

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