Paris (AFP) Nach einem kleinen Lichtblick muss Frankreichs Premier Jean-Marc Ayrault derzeit lange suchen: Ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt wird der Sozialist in den französischen Medien als "Anfänger" ohne Führungsautorität gehänselt, seine Beliebtheit bei den Franzosen befindet sich im freien Fall, die französische Wirtschaft kommt nicht in Schwung und nun steht er auch noch in Berlin wegen angeblich zögerlicher Reformen unter Druck. Der 62-Jährige könnte sich wahrlich bessere Umstände für seinen ersten Besuch als Regierungschef am Donnerstag bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wünschen.