Berlin (dpa) - Nach der Vernichtung von Akten zum Rechtsextremismus ist Berlins Verfassungsschutz-Chefin Claudia Schmid zurückgetreten.

«Frau Schmid hat mich um Versetzung gebeten. Sie will den Weg für einen kontrollierten Neuanfang freimachen», sagte Innensenator Frank Henkel (CDU) in Schmids Anwesenheit im Verfassungsschutzausschuss des Abgeordnetenhauses. «Ich habe dieser Bitte entsprochen.»

Beim Verfassungsschutz in der Hauptstadt waren 2010 und in diesem Sommer widerrechtlich Akten zur rechten Szene geschreddert worden. Henkel hatte vor einigen Tagen erklärt, es gebe ernsthafte strukturelle Probleme beim Verfassungsschutz.