Washington (dpa) - Gut eine Woche nach seiner Wiederwahl hat US-Präsident Barack Obama seine Ziele für die zweite Amtszeit vorgestellt. Die Lösung der Wirtschafts- und Schuldenprobleme seines Landes habe oberste Priorität, sagte Obama am Mittwoch bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Wiederwahl.

Der Präsident rief die oppositionellen Republikaner zur Zusammenarbeit auf, um die Krise zu bewältigen. Vor allem müssten die zum Jahresende drohenden automatischen Steuererhöhungen und Budgeteinschnitte verhindert werden. Er sei zuversichtlich, dass die Republikaner seinen geforderten Steuererhöhungen für die Reichen zustimmen würden.

Obama äußerte sich auch zur Affäre um den zurückgetretenen CIA-Chef David Petraeus. «Ich habe bisher keine Hinweise, dass Geheimnisse verraten wurden, die in irgendeiner Weise einen negativen Einfluss auf die nationale Sicherheit der USA haben könnten.» Petraeus sei zurückgetreten, weil er seine eigenen Verhaltensstandards nicht habe erfüllen können. Petraeus hatte wegen einer außerehelichen Affäre um seine Entlassung gebeten.

Obama will sich in seiner zweiten Amtszeit auch für eine umfassende Einwanderungsreform stark machen. Er sei zuversichtlich, dass bereits kurz nach seiner Amtseinführung Ende Januar ein entsprechendes Gesetz in den Kongress eingebracht werden könne. Es sollte «Wege zu einem legalen Status» für Einwanderer geben, die bereits in dem Land lebten und arbeiteten, ohne kriminell zu sein.