Grohnde/Hannover (dpa) - Ein Transport mit plutoniumhaltigen Kernbrennstäben ist in der Nacht zum Montag im Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen eingetroffen. Vor dem Kernkraftwerk sei es zu «kleineren Scharmützeln» zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.

Das sagte ein Sprecher des Lagezentrums des niedersächsischen Innenministeriums in der Nacht. So sei es einem Aktivisten kurzzeitig gelungen, sich an einem der Speziallastwagen anzuketten. «Insgesamt war es jedoch ein unkomplizierter und friedlicher Transport», sagte eine Sprecherin der Oldenburger Polizei am Morgen.

Begleitet von Protesten war ein mit den Kernbrennstäben beladener Frachter am Sonntagnachmittag im niedersächsischen Nordenham angekommen. Von der Wesermündung aus wurden die Brennelemente aus dem britischen Sellafield mit zwei Speziallastwagen zum Atomkraftwerk Grohnde gebracht, wo der Transport von Demonstranten erwartet wurde. In den nächsten Jahren sollen nach Angaben einer Sprecherin des Energieunternehmens Eon, das das Kraftwerk betreibt, noch 60 Kernbrennstäbe nach Grohnde transportiert werden.