Paris (AFP) Frankreichs konservative Oppositionspartei UMP, die von 2002 bis 2012 den Präsidenten stellte, ist mitten in einer dramatischen Zerreißprobe. Das rechts-bürgerliche Bündnis war erst vor zehn Jahren als Reaktion auf den Wahlerfolg der rechtsextremen Front National (FN) gegründet worden. Bei der Präsidentschaftswahl 2002 war der damalige FN-Chef Jean-Marie Le Pen überraschend in die Stichwahl gekommen. Daraufhin schlossen sich Konservative und Liberale als "Union für die Präsidenten-Mehrheit" (UMP) hinter Jacques Chirac zusammen, der dann als Staatschef wiedergewählt wurde.