Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat gelassen auf die neuen Zahlen über Gewalt in deutschen Stadien reagiert und baut bei der Problemlösung weiterhin auf den Dialog zwischen den beteiligten Akteure.

«Bei der Suche nach Lösungen helfen weder Dramatisierungen noch Verharmlosungen. Wir brauchen eine Versachlichung der Diskussion», teilte der Ligaverband mit.

Bundesweit 8143 Strafverfahren wurden laut der Polizei-Statistik der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) in der Saison 2011/12 gegen deutsche Fußball-Fans erlassen - im Schnitt 70 Prozent mehr als in den vergangenen zwölf Jahren. Bei der Lösung des Problems setzt die DFL weiterhin auf den sachlichen Dialog zwischen Vereinen und Verbänden, der Polizei und der Politik sowie mit den Fans.

Am 12. Dezember soll in Frankfurt/Main das 32-seitige umstrittene Positionspapier «Sicheres Stadionerlebnis» verabschiedet werden. Die 36 Vereine der 1. und 2. Liga haben bis zum 22. November Zeit, das Konzept zu diskutieren und eventuell erneut nachzubessern.

Pressemeldung DFL