Berlin (dpa) - Ein Zusammenschluss von 38 internationalen Hilfsorganisationen warnt vor einer humanitären Katastrophe im Gazastreifen.

Die Organisationen - darunter Oxfam, Terre des Hommes Schweiz und Save the Children - fordern die internationale Gemeinschaft in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag auf, Druck auf die Konfliktparteien auszuüben. Die israelische Regierung müsse dazu gedrängt werden, die Grenzübergänge zum Gazastreifen für humanitäre Hilfe offen zu lassen.

«Wir müssen dringend einen Waffenstillstand durchsetzen», sagte Nishant Pandey von Oxfam. Der aktuelle Konflikt drohe die Lage der palästinensischen Zivilbevölkerung in Gaza nach mehr als fünf Jahren Blockade weiter zu verschlimmern. Lokale Partner und Krankenhäuser im Gazastreifen hätten gemeldet, dass bereits wichtige Medikamente und Utensilien ausgehen. In dem Gebiet leben den Angaben zufolge 1,6 Millionen Palästinenser, die Hälfte davon seien Kinder.

Auch Save the Children Deutschland hält die Situation im Gazastreifen für «entsetzlich und extrem gefährlich für Kinder». Die Versorgung mit Nahrung und sauberem Wasser sei im Moment nicht gesichert, sagte Geschäftsführerin Kathrin Wieland. Die Menschen seien wegen der Angriffe tagelang in ihren Wohnungen eingeschlossen und müssten mit Stromausfällen von bis zu 18 Stunden am Tag leben.