Gaza (dpa) - Bei heftigen israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind kurz vor einer möglichen Einigung auf eine Waffenruhe mindestens 13 Palästinenser getötet worden.

Nach Angaben von Augenzeugen griff die Luftwaffe am Dienstag drei verschiedene Ziele in Gaza und Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen an. Damit stieg die Zahl der Toten bei der fast einwöchigen israelischen Militäroperation nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums auf 130. Mehr als 900 Menschen seien verletzt worden.

Die Angriffe kamen, als gerade eine Delegation arabischer Außenminister und Diplomaten zu einem Solidaritätsbesuch durch Gaza-Stadt fuhr. Die Delegation traf den Führer der im Gazastreifen herrschenden Hamas, Ismail Hanija. Außerdem besuchten sie das Haus des am Mittwoch getöteten Hamas-Militärchefs Ahmed al-Dschabari sowie das Haus der Familie Dalu. Elf Menschen waren am Sonntag bei einem Luftangriff auf das Haus der Familie getötet worden, darunter mehrere Kinder.

Nach den neuen Angriffen wurden zahlreiche Verletzte ins Krankenhaus gebracht. Aus Flugzeugen hatte die israelische Luftwaffe Flugblätter abgeworfen, auf denen die Bürger im Osten von Gaza-Stadt aufgefordert wurden, sich ins Zentrum in Sicherheit zu bringen.