Tel Aviv (dpa) - Im Nahen Osten ringen Vermittler darum, das Blutvergießen zu beenden und einen Bodenkrieg im Gazastreifen abzuwenden. Doch die Bedingungen der Konfliktparteien sind nur schwer zu vereinbaren. Zu groß ist das gegenseitige Misstrauen.

So fordern beide Seiten, dass zuerst der Gegner das Feuer einstellen müsse.

Von der radikalislamischen Hamas sind folgende Forderungen bekanntgeworden: Israel und Ägypten sollen die seit 2007 bestehende Blockade des Gazastreifens beenden. Zudem müssten die gezielten Tötungen militanter Palästinenser durch Israel ein Ende haben. Diese Forderungen soll Hamas-Exilchef Chaled Maschaal dem Leiter des ägyptischen Geheimdienstes, Rafat Schehata, genannt haben.

Israel stellt vor allem eine Hauptforderung: Der Beschuss seines Territoriums aus dem Gazastreifen müsse dauerhaft unterbunden werden, damit seine Bürger in Frieden leben können. Ein Ende der Blockade ist für die Israelis jedoch nur schwer zu akzeptieren. Dann könnten noch mehr Waffen in den Gazastreifen gelangen und Israel erneut bedrohen, heißt es zur Begründung in Jerusalem.

Haaretz