Jerusalem (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle hat Israel im Gaza-Konflikt weitere deutsche Unterstützung zugesichert.

Bei einem Gespräch mit Staatspräsident Schimon Peres am Dienstag in Jerusalem sagte Westerwelle: «Wir stehen an der Seite unserer Freunde in Israel. Israel hat das Recht, sich selbst und seine Bevölkerung zu verteidigen.» Zugleich forderte er weitere Bemühungen, um einen raschen Waffenstillstand oder zumindest eine Feuerpause zu erreichen. Zentrale Voraussetzung sei jedoch, dass die radikal-islamische Hamas ihre Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel einstelle.

Peres sprach sich ebenfalls dafür aus, weitere Anstrengungen für einen Waffenstillstand zu unternehmen. «Wir müssen das Schießen beenden und versuchen, wieder Hoffnung auf einen Frieden im Nahen Osten zu bekommen.» Im Lager der Palästinenser gebe es jedoch eine Fraktion, die «verrückt und fanatisch» sei. Die Hamas verstoße gegen grundsätzliche Menschenrechte. Ausdrücklich bedankte er sich für die deutsche Unterstützung.

Übereinstimmend betonten Peres und Westerwelle die wichtige Rolle, die Ägypten bei den Bemühungen um eine Einstellung der Kämpfe spiele. Für den Außenminister standen anschließend noch Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auf dem Programm.