Zug (dpa) - Die Anleger des weltgrößten Rohstoffhändlers Glencore haben am Dienstag erwartungsgemäß die geplante Fusion mit dem Bergbaukonzern Xstrata abgesegnet. Die Zustimmung durch die Glencore-Aktionärsversammlung in Zug erfolgte nahezu einstimmig.

Das entscheidende Votum der Xstrata-Anteilseigner über den Deal im Umfang von mehr als 30 Milliarden US-Dollar stand am Nachmittag ebenfalls in Zug an. Nachdem das Golfemirat Katar - mit einem 12-Prozent-Anteil ein einflussreicher Aktionär - in der vergangenen Woche seine Blockade gegen den Zusammenschluss aufgegeben hatte, wurde allgemein mit einer ausreichenden Mehrheit für die Megafusion gerechnet.

Beide Konzerne haben in dem steuergünstigen Schweizer Kanton ihre Hauptsitze. Mit dem neuen Unternehmen «Glencore Xstrata plc» würde der weltweit erste voll integrierte Rohstoffriese entstehen, bei dem die gesamte Wertschöpfungskette vom Abbau über den Handel bis zur Lagerung und dem Transport unter einem Firmendach konzentriert ist. Der Konzern würde nach Berechnungen Schweizer Börsenexperten zum weltweit viertgrößten Unternehmen der Rohstoffbranche aufsteigen.

Glencore bietet den Xstrata-Aktionären 3,05 eigene Aktien zum Tausch an. Der Rohstoffkonzern hatte im September ein anfängliches Angebot von 2,8 Aktien wegen unzufriedener Xstrata-Aktionäre aufbessern müssen. Treibende Kraft der Fusion ist Glencore-Chef Ivan Glasenberg. Für den Konzernzusammenschluss ist die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden erforderlich. Die EU-Kommission will sich am Donnerstag dazu äußern.

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