Moskau (AFP) Die wichtigsten russischen Menschenrechtsorganisationen wollen ein neues Gesetz boykottieren, wonach vom Ausland unterstützte Nichtregierungsorganisationen als "Auslandsagenten" eingestuft werden. Diese Bestimmung sei "ungesetzlich und unmoralisch", sagte der Vorsitzende der Gruppe Memorial, Arseni Roginski, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Moskau. Seine Gruppe, die unter anderem die in der Stalin-Zeit verübten Verbrechen thematisiert, werde vor Gericht gegen das am Mittwoch in Kraft tretende Gesetz kämpfen.