Fürth (SID) - Die SpVgg Greuther Fürth hat dem 1. FC Nürnberg die Favoritenrolle für das 255. Frankenderby zugeschoben. "Nürnberg ist eindeutig der Favorit, allein aufgrund der Erfahrungswerte in der ersten Bundesliga", sagte Trainer Mike Büskens vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) in Fürth. Erstmals treffen beide Vereine in der 1. Fußball-Bundesliga aufeinander.

Club-Trainer Dieter Hecking hatte betont: "Wir sind nicht klarer Favorit, diese Rolle lassen wir uns nicht so einfach zuschieben. Es wird ein enges Spiel, Fürth ist ein Bundesligist." In der Tabelle liegt Aufsteiger Fürth vor dem 13. Spieltag mit sieben Punkten auf Rang 17, der Club mit zwölf Punkten auf Rang 15. Das Kleeblatt ist noch ohne Heimsieg in der Bundesliga.

Hecking ist nach dem 1:1 am vergangenen Samstag gegen den FC Bayern München überzeugt von seiner Mannschaft. "Wir sind richtig gut drauf." Durch das Unentschieden gegen den Rekordmeister habe es "einen Schub" gegeben, ein Sieg gegen Fürth wiederum "würde positive Energie freisetzen" für die restlichen Vorrundenspiele. Er selbst, ergänzte Hecking, sei "richtig geil" auf das Frankenderby.

Büskens sagte am Freitag, es sei "gut, dass es bald losgeht, dass wir endlich das Derby spielen können". In den vergangenen Tagen war vor allem die Sicherheit rund um das Spiel im Ronhof stark in den Mittelpunkt gerückt. "Ich mag Derbyatmosphäre", versicherte Büskens, "aber die Diskussionen in den letzten zwei Wochen hatten nichts mit sportlicher Rivalität zu tun."

Fürth kann in Bestbesetzung antreten, die zuletzt gesperrten Thomas Kleine und Milorad Pekovic sind wieder einsatzbereit. Der Club kann wieder auf den zuletzt ebenfalls gesperrten Hanno Balitsch zurückgreifen, muss aber ohne Timo Gebhart auskommen, der gegen die Bayern Gelb-Rot gesehen hatte. "Als Emotionsspieler hätte ich ihn gerne dabeigehabt", sagte Hecking.