Ramallah (dpa) - Der frühere Palästinenserführer Jassir Arafat soll am Dienstag zur Überprüfung des Giftmordverdachts exhumiert werden. Das teilte der Chef der palästinensischen Kommission zur Aufklärung der Todesursache des vor acht Jahren gestorbenen Arafat, Tawfik Tirawi, in Ramallah mit.

Zuvor hatte es geheißen, die Öffnung des Grabes in Ramallah zur Entnahme von Proben solle am Montag erfolgen. Gründe für die Verschiebung nannte er nicht. Experten aus Frankreich, der Schweiz und Russland sollen an der Probenentnahme der sterblichen Überreste beteiligt sein. Danach solle Arafat noch am selben Tag wieder bestattet werden.

Arafat war im November 2004 in einem Militärkrankenhaus bei Paris im Alter von 75 Jahren gestorben. Seither hält sich bei vielen Palästinensern der Verdacht, Erzfeind Israel habe den Widersacher vergiftet. Dieser Verdacht verstärkte sich noch, als Schweizer Experten im Juli an der Unterwäsche Arafats, die er kurz vor seinem Tod getragen hatte, Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 fanden.

Labor in Lausanne