Frankfurt/Main (dpa) - Die neuen Verhandlungen über Griechenland-Hilfen haben zu Unsicherheit am Markt geführt und deutsche Aktien belastet. Der Dax verlor gegen Mittag 0,23 Prozent auf 7293 Punkte.

Allerdings hatte der deutsche Leitindex in der Vorwoche um mehr als fünf Prozent zugelegt. Für den MDax ging es um 0,47 Prozent auf 11 355 Punkte nach unten. Der TecDax verlor 0,31 Prozent auf 824 Punkte.

Die Regionalwahl in Katalonien habe die Sorgen um die finanzielle und ökonomische Situation Spaniens unterstrichen, sagte Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko Markets. Im Fokus stehe aber in erster Linie der Sondergipfel der Euro-Finanzminister zu den Griechenland-Hilfen. In den Augen des Händlers Markus Huber von ETX Capital ist eine Einigung auf weitere Hilfszahlungen nach der guten Aktienmarktentwicklung der Vorwoche bereits weitgehend eingepreist. Daher würde ein erneutes Scheitern der Verhandlungen die Anleger vermutlich nicht kalt lassen.

Gefragt waren die Papiere der Deutschen Börse mit einem Aufschlag von 0,79 Prozent. Sie profitierten laut Börsianern von einem Bericht der «Wirtschaftswoche» über eine mögliche Verzögerung bei der von Deutschland forcierten Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Schlusslicht im Dax waren die Aktien des Stahlkonzerns ThyssenKrupp mit minus 4,76 Prozent. Neben einem negativen Analystenkommentar verwiesen Börsianer auf einen Bericht der «Financial Times Deutschland», demzufolge sich der geplante Verkauf der Stahlwerke in Brasilien und den USA länger hinziehen dürfte als gedacht.