Berlin/Köln (dpa) - Die Anwälte der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe haben bestritten, dass sich ihre Mandantin während eines Gefangenentransportes gegenüber BKA-Beamten zu ihrem Fall geäußert hat.

Der Vermerk, auf den sich die «Bild»-Zeitung in ihrem Bericht vom Montag beziehe, beinhalte zwar eine grobe Zusammenfassung eines Gesprächs zwischen BKA-Beamten und Zschäpe. Diese habe darin aber «keine Äußerungen zur Sache abgegeben», hieß es in einer Stellungnahme der Kanzlei am Montag. Sie werde weder in der anstehenden Hauptverhandlung in München noch im Vorfeld Erklärungen zur Sache abgeben.

Dem «Bild»-Bericht zufolge sagte Zschäpe im Sommer ihren BKA-Begleitern bei einem Transport nach Gera, sie habe sich gestellt, um auszusagen. Ihre Anwälte rieten ihr aber ab, deshalb sei sie unsicher. Sie würde sogar überlegen, die Verteidiger zu wechseln. Diese hingegen betonten, Zschäpe würde mit ihnen «vertrauensvoll zusammenarbeiten».

Zschäpe wurde der Zeitung zufolge mit dem Gefangenentransport von Köln nach Gera verlegt, damit Mutter und Großmutter sie im dortigen Gefängnis besuchen konnten.