Berlin (dpa) - Mehr als die Hälfte der aus einfachen Verhältnissen stammenden Menschen unter 30 Jahren glaubt einer Studie zufolge nicht, dass in Deutschland ein Aufstieg möglich ist.

Mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung ist laut einer neuen Allensbach-Umfrage zudem überzeugt davon, dass Leistung sich nicht lohnt. Was aus der Sicht vieler der rund 1800 Befragten zählt, ist allein das Elternhaus. Dabei sind Ostdeutsche pessimistischer als Westdeutsche.

Ganz anders schätzen etwa die Schweden ihre Aufstiegschancen ein. In der ländervergleichenden Studie stellten die Meinungsforscher fest, dass dort - unabhängig von der sozialen Schicht - zwei von drei jungen Erwachsenen überzeugt sind, dass jeder alles werden könne. In Deutschland heißt es dagegen eher: «Wenn ich groß bin, werde ich Hartz IV, wie Papa».