Doha (dpa) - Im Emirat Katar beginnt heute die UN-Klimakonferenz. Auf dem Verhandlungstisch der 193 Staaten liegen in den kommenden zwei Wochen vor allem zwei Punkte: Die Ausgestaltung der zweiten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls von 2013 an sowie der Fahrplan für einen globalen Klimaschutzvertrag.

Zu dem Fahrplan sollen sich von 2020 an auch Länder wie die USA und China klare Klimaschutzziele setzen. Angesichts der gefährlichen Erderwärmung sind besonders die Zusagen der Länder über die Reduktion ihrer CO2-Emissionen strittig.

Im Dezember läuft die erste Phase des Kyoto-Protokolls aus. Es ist der bisher erste Vertrag mit konkreten Klimaschutzzielen - aber hier machen längst nicht alle Staaten mit. Große Klimasünder wie die USA und China unterliegen bisher nicht konkreten Minderungspflichten bei dem Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase.

Damit keine weitere Klimaschutzlücke entsteht, wollen sich die EU und rund zehn weitere Staaten für eine zweite, acht Jahre dauernde Phase des Kyoto-Protokolls bis zum geplanten Weltklimavertrag verpflichten. Zugleich fordert die EU von Staaten wie den USA und China, die nicht bei einem Kyoto-II-Vertrag mitmachen wollen, zusätzliche Zusagen für mehr Klimaschutz in der Überbrückungsphase bis 2020. Gerungen wird auch um die Finanzen - von 2020 an sollen besonders vom Klimawandel betroffene Staaten Hilfen von bis zu 100 Milliarden Dollar erhalten.

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