Aachen (dpa) - Tätwiert auf Streife: Das Land Nordrhein-Westfalen darf einen Polizeibewerber wegen seiner Tätowierungen nicht generell ablehnen. Das verstoße gegen das Grundrecht der freien Persönlichkeitsentfaltung, stellte das Aachener Verwaltungsgericht in einem Urteil fest. Das Landesamt für die Polizeiausbildung hatte einen Bewerber wegen dessen großflächiger Tätowierungen an beiden Armen abgelehnt. Die beim Tragen der kurzärmeligen Sommeruniform sichtbaren Tattoos stellten einen Eignungsmangel dar, argumentierte das Amt.