Karlsruhe (dpa) - Der bundesweit erste Prozess um Entschädigung für ehemalige Sicherungsverwahrte geht in die zweite Instanz. Heute verhandelt das Oberlandesgericht Karlsruhe über die Klagen von vier verurteilten Vergewaltigern. Nach Verbüßung ihrer Haftstrafe blieben sie noch jahrelang eingesperrt, bis der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die nachträgliche Verlängerung der Sicherungsverwahrung für rechtswidrig erklärte. In erster Instanz hatte das Landgericht den Männern Entschädigungen von bis zu 73 000 Euro zugesprochen.