Offenbach (dpa) - Tief «Heike» hat den Herbst beendet und den Winter nach Deutschland gebracht. Heftige Schneefälle trafen am Donnerstag den Süden und Südosten.

27 Zentimeter dick war die weiße Decke auf den Feldberg im Schwarzwald am Morgen, von den Höhen des Erzgebirges meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) 15 Zentimeter. Für den Südwesten und den Südosten galten Unwetterwarnungen - im Flachland sei mit Dauerregen oder nassem Schnee, auf den Bergen mit Sturmböen und Verwehungen zu rechnen, sagte DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold. Am Freitag lassen Regen- und Schneefälle nach, aber es bleibt kalt mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Über Deutschland spannte sich am Donnerstag eine scharfe Wolkenkante von Nord-Baden-Württemberg über Hof bis Berlin. Südöstlich davon gab es die heftigen Niederschläge, der Rest bekam höchstens mal Schauer ab.

An den Temperaturen ändert sich vorerst nichts. Adventsspaziergänge im Schnee sind voraussichtlich nur in den Hochlagen der Mittelgebirge möglich. «Es kann sich auch mal ein Schneeschauer nach unten verirren», sagte Meteorologin Paetzold. Aber im Flachland werde der Schnee nicht liegen bleiben.

Für die Meteorologen beginnt am kommenden Samstag (1. Dezember) der Winter. Sie rechnen die Jahreszeiten immer in vollen Monaten. Im Kalender ist erst drei Wochen später der Herbst zu Ende. Der November war nach den Berechnungen der DWD-Klimaexperten in Deutschland deutlich zu mild - die Durchschnittstemperatur lag um 1,2 Grad höher als im Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990. Die Herbstmonate September, Oktober und November brachten es zusammen aber nur auf ein geringes Plus von 0,4 Grad.