Berlin (dpa) - Die CDU-Vizevorsitzende Ursula von der Leyen hat den von der Parteiführung gefundenen Kompromiss im Streit um eine Besserstellung älterer Mütter bei der Rente gelobt.

Die Partei wolle «mit Maß und Mitte vorangehen», sagte die Bundesarbeitsministerin dem ARD-«Morgenmagazin» unmittelbar vor Beginn des Parteitags am Dienstag in Hannover. Der Vorschlag von Generalsekretär Hermann Gröhe sieht vor, sich zu dem Vorhaben der Besserstellung zu bekennen, aber angesichts der Haushaltslage nur «schrittweise» voranzugehen. Dabei geht es um Frauen, die vor 1992 Kinder bekommen haben.

«"Schrittweise" ist nicht aufgeschoben, sondern es heißt: nicht alles auf einen Batzen, auf einmal», sagte von der Leyen. «Das wäre eine massive Belastung der Jungen auf einen Schlag. Schrittweise heißt: mit dem Blick auf die Zukunft teilweise diesen Weg gehen.» Von der Leyen vermied aber eine Festlegung, ob das noch vor der Bundestagswahl 2013 auf den Weg gebracht werden soll.

Zugleich äußerte sie sich zufrieden darüber, dass die CDU die Wirtschaft gesetzlich zur Selbstauferlegung einer Frauenquote für ihre Führungsgremien verpflichten will. Das ist das Modell einer Flexi-Quote von Familienministerin Kristina Schröder (CDU), das von der Leyen ursprünglich nicht ausreichte. Nun sagte sie: «Ich bin wirklich froh darüber und auch stolz auf meine CDU, dass wir es geschafft haben zu sagen: Wir brauchen ein Gesetz, damit es schneller geht, und wir wollen, dass 2020 30 Prozent der Aufsichtsratspositionen von Frauen besetzt sind.»

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