Lausanne (SID) - Druck auf Olympia-Gastgeber Rio: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat das Organisationskomitee der Sommerspiele 2016 wegen Bauverzögerungen und dem noch immer nicht verabschiedeten Budget kritisiert. "Unsere Botschaft lautet: "Es bleibt noch Zeit, aber Rio muss nun mit aller Kraft nach vorn gehen", erklärte IOC-Sprecher Mark Adams am Dienstag bei der Tagung der IOC-Exekutive in Lausanne/Schweiz. Verzögerungen bei der Fertigstellung von Stadien hatte zuvor schon der Fußball-Weltverband FIFA mit Blick auf die WM 2014 in Brasilien kritsiert.

Gut dreieinhalb Jahre vor dem Auftakt der Spiele (5. bis 21. August 2016) hat Brasilien seine endgültige Planung bezüglich der Austragungsstätten in mehreren Sportarten, darunter Rugby, Hockey und Golf, noch immer nicht abgeschlossen. Als Präsident des Organisationskomitees Rio 2016 beschwichtigte Carlos Nuzman jedoch: "Alles ist auf dem Weg und im Zeitlimit. Das Budget wird nächstes Jahr geklärt."

Nach Versäumen der Frist zur Fertigstellung von Stadien zum 31. Oktober hatte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke den WM-Gastgeber 2014 bereits attackiert. "Bei dieser Geschwindigkeit werden wir keine sechs Stadien für den Confed Cup zur Verfügung haben", sagte Valcke. Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo versicherte, die Generalprobe ab 15. Juni 2013 in den Stadien von Belo Horizonte, Brasilia, Fortaleza, Recife, Rio de Janeiro und Salvador sei nicht gefährdet.

Das IOC machte in Lausanne deutlich, man habe auch die entgegen der Prognosen niedrigeren Wachstumsraten der brasilianischen Wirtschaft nicht ohne Sorge registriert. Auch dies könnte die Verabschiedung des Budgets verzögern.