Bochum (dpa) - Eine von Bochumer Ermittlern ausgewertete Steuer-CD mit Daten deutscher Kunden der Schweizer Großbank UBS gilt nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» als besonders ertragreich. Die Staatsanwaltschaft habe bei der Auswertung «massive Steuerbetrügereien» aufgedeckt.

Das berichtet das Blatt in seiner Dienstagsausgabe. Die CD enthalte nach einer ersten Bilanz Angaben zu rund 750 Stiftungen und 550 weiteren Fällen mit einem Gesamtanlagevolumen von umgerechnet rund 2,9 Milliarden Euro. Allein die Stiftungen sollen laut «Süddeutsche» 204 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben.

Die Staatsanwaltschaft Bochum war für eine Stellungnahme am Montagabend nicht zu erreichen. Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren mehrfach CDs mit Daten deutscher Bankkunden in der Schweiz angekauft, um Steuerhinterziehern auf die Spur zu kommen. Der Ankauf solcher gestohlener Daten ist jedoch umstritten.