Köln (SID) - Rio de Janeiro 2016 und ein Cockpit in der DTM: Der beinamputierte frühere Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi hat im Alter von 46 Jahren seine sportlichen Ambitionen bekräftigt. "In vier Jahren könnte ich vielleicht schneller sein, als ich es in London war", sagte Zanardi, der als Handbiker bei den Paralympics in London zweimal Gold und einmal Silber gewonnen hatte, dem Magazin Autosport: "Daher glaube ich momentan, dass ich in Rio dabei sein werde. Es gibt keinen Grund, warum ich nicht ein neues Abenteuer starten kann."

Eine endgültige Entscheidung habe er aber noch nicht gefällt. "Mit dann 50 Jahren werde ich ja bereits ein erhebliches Alter erreicht haben", gab Zanardi am Sonntag im ZDF-Jahresrückblick "Menschen 2012" im Gespräch mit Moderator Markus Lanz zu bedenken.

Nach seiner Demofahrt im DTM-BMW am 8. November hofft Zanardi zudem weiter auf ein Cockpit für die kommende Saison. "Ich bin natürlich neugierig geworden und hätte gerne eine zweite Chance. Einfach, damit ich mir die Frage beantworten kann, ob ich konkurrenzfähig sein würde oder nicht", sagte Zanardi zu Autosport: "Wenn BMW sicher sein könnte, dass ich konkurrenzfähig wäre, dann dürfte es auch keinen Grund geben, warum sie mich nicht in einem ihrer Autos haben wollen." Er plane nun ein Gespräch mit BMW-Motorsportchef Jens Marquardt, um mögliche weitere Schritte zu besprechen.

BMW vergrößert zur neuen Saison seine DTM-Flotte und schickt wie Mercedes und Audi acht Fahrzeuge ins Rennen. Nachdem der zweimalige Formel-3-Vizemeister Marco Wittmann (Markt Erlbach) am vergangenen Wochenende als siebter Fahrer bestätigt wurde, ist das achte Cockpit weiter vakant.