Berlin (SID) - Tischtennis-Rekordeuropameister Timo Boll hat sich deutlich für eine härtere Anti-Doping-Gesetzgebung ausgesprochen. "Doping ist Kriminalität, und deswegen kann es für alle sauberen Sportler nur gut sein, wenn der Sport bei seinen eigenen Maßnahmen durch harte Strafgesetze des Staates unterstützt wird", wurde Boll in einer Mitteilung des Deutschen Tischtennis-Verbandes (DTTB) zitiert. Boll spreche für das gesamte Nationalteam, hieß es in dem Text weiter.

Zudem teilte der Verband mit, dass er auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am kommenden Samstag in Stuttgart einen entsprechenden Antrag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) unterstützen werde. Der DLV fordert darin unter anderem die Erhöhung der Strafen für Dopingverstöße, die Einführung einer Kronzeugenregelung sowie die uneingeschränkte Strafbarkeit des Besitzes von Dopingmitteln.

Außerdem hat der DLV beantragt, dass der DOSB zur finanziellen Rettung der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) seine jährlichen Einlage auf 1,5 Millionen Euro verdreifacht.