Frankfurt/Main (SID) - Der Sport bleibt in Deutschland die größte Bürgerbewegung und ist trotz des demografischen Wandels weiter auf Wachstumskurs. Die Zahl der Mitgliedschaften im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ist im Jahr 2012 um knapp 100.000 auf 27,775 Millionen gestiegen (2011: 27,675 Mio.). Das gab der DOSB, unter dessen Dach 98 Mitgliedsorganisationen mit über 91.000 Vereinen versammelt sind, am Mittwoch in Frankfurt/Main bekannt.

"Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Sportvereine in unserem Land", sagt DOSB-Präsident Thomas Bach vor der DOSB-Mitgliederversammlung am Samstag in Stuttgart: "Wir freuen uns, dass es unseren Mitgliedsorganisationen und Vereinen gelingt, die Mitgliedschaften und die Zahl der Mitglieder entgegen gesellschaftlichen Trends auf hohem Niveau zu stabilisieren und sogar leicht auszubauen."

Größter Fachverband im DOSB bleibt der Deutsche Fußball-Bund mit 6,8 Millionen Mitgliedern. Dahinter folgen der Deutsche Turner-Bund (4,967 Mio.), der Deutsche Tennis Bund (1,504 Mio.) und der Deutsche Schützenbund (1,394 Mio.). Das Quartett zählt zur Gruppe der 34 olympischen Spitzenverbände, die insgesamt 21,552 Millionen Mitgliedschaften in die Statistik einbringen. Größter nicht-olympischer Spitzenverband (28 Organisationen mit insgesamt 3,926 Mio. Mitgliedschaften) ist der Deutsche Alpenverein mit 918.553 Mitgliedern.

Das Wachstum im Jahr 2012 geht vor allem auf den Deutschen Alpenverein (plus 43.167 Mitglieder) und den Deutschen Behindertensportverband (plus 43.734) zurück. Das Gesamtwachstum der vergangenen zehn Jahre beträgt 884.000 Mitgliedschaften (2002: 26,891 Mio.).