Frankfurt/Main (dpa) - Die Ermittlungen zu Umsatzsteuerbetrug in Millionenhöhe bei der Deutschen Bank richten sich auch gegen Konzernchef Jürgen Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause. Die beiden Manager hätten die fragliche Umsatzsteuererklärung der Bank aus dem Jahr 2009 unterzeichnet.

Dies teilte das Geldhaus am Mittwoch zur Begründung in Frankfurt mit. «Diese Erklärung hat die Bank bereits vor längerer Zeit freiwillig korrigiert. Anders als die Staatsanwaltschaft vertritt die Deutsche Bank die Auffassung, dass diese Korrektur rechtzeitig erfolgte.»

Der Fall steht in Zusammenhang mit illegalen Geschäften im Handel mit Luftverschmutzungsrechten. Deutschland-Chef Fitschen führt den Konzern gemeinsam mit Anshu Jain seit Juni 2012. Am Mittwoch hatte es in dem Fall erneut eine Razzia bei der Deutschen Bank gegeben. 500 Beamte von Bundeskriminalamt, Bundespolizei und Steuerfahndung durchsuchten unter anderem die Frankfurter Zentrale des Dax-Konzerns.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt beschuldigt 25 Beschäftigte des Geldhauses der schweren Steuerhinterziehung, der Geldwäsche und der versuchten Strafvereitelung. Gegen fünf Verdächtige wurden Haftbefehle erlassen. Die Bank erklärte, sie kooperiere «weiter vollumfänglich mit den Behörden».