Karlsruhe/Bonn (dpa) - Der im Bonner Hauptbahnhof gefundene Sprengsatz war nach Angaben der Bundesanwaltschaft höchst gefährlich. In der am Dienstag entdeckten Sporttasche befand sich ein mit Ammoniumnitrat gefülltes Metallrohr, um das vier Butangaskartuschen gebunden waren.

Das sagte der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum am Mittwoch in Karlsruhe. Ob die Bombe tatsächlich funktionsfähig war, sei aber noch nicht geklärt. Es sei zwar eine Zündvorrichtung mit einem batteriebetriebenen Wecker gefunden worden, aber noch kein Zünder, sagte Griesbaum.

Die Bundesanwaltschaft hat bislang die Ermittlungen nach dem Bombenfund noch nicht an sich gezogen. Es bestünden keine ausreichenden Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund, sagte Generalbundesanwalt Harald Range.