Paris (AFP) Im Zusammenhang mit einem der größten Arzneimittelskandale Frankreichs hat die Justiz gegen Pharma-Chef Jacques Servier nun auch Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung eingeleitet. Es gehe um zwei Todesfälle und rund 40 Fälle von Körperverletzung, die mutmaßlich auf das Diabetes-Medikament Mediator zurückgehen, wie am Dienstagabend aus Justizkreisen in Paris verlautete. Damit könnte der 90-jährige Chef des Pharmakonzerns Servier erstmals direkt für die verheerenden Auswirkungen des Mittels zur Rechenschaft gezogen werden.