Köln (SID) - Altmeister Alba Berlin hat mit einem deutlichen Sieg im Spitzenspiel der Basketball Bundesliga (BBL) seine derzeitige Top-Verfassung untermauert und Serienmeister Brose Baskets Bamberg eine empfindliche Niederlage zugefügt. Die Berliner setzten sich mit 90:75 (49:27) gegen den Spitzenreiter aus Franken durch und feierten damit eine gelungene Generalprobe für das Euroleague-Duell im Januar des kommenden Jahres. Bamberg hat jetzt ebenso wie Berlin vier Minuspunkte auf dem Konto.

Das Duell in der Hauptstadt war auch ein Aufeinandertreffen der aktuellen Teams der Stunde. Berlin ist seit nunmehr sieben Spielen in der Liga ungeschlagen. Bamberg musste hingegen nach zuletzt acht Begegnungen ohne Niederlage das Parkett erstmals wieder als Verlierer verlassen.

Den Grundstein für den Erfolg legte Berlin im zweiten Abschnitt (24:9). Nach einem ausgeglichenen Auftaktviertel setzte sich der achtmalige Champion entscheidend ab. Auch wegen einer starken Alba-Defensive sank Bambergs Trefferquote aus dem Feld teilweise auf nur 30 Prozent.

In der zweiten Halbzeit verwaltete Alba den Vorsprung erfolgreich. Bei Berlin, das ohne den verletzten Spielmacher Vule Avdalovic und noch ohne Ersatzmann Je?kel Foster auskommen musste, verbuchte Deon Thompson (19) die meisten Punkte. Aufseiten der Gäste traf Anton Gavel (18) am häufigsten.

Schon am 24. oder 25. Januar treffen beide Mannschaften in der Top-16-Runde der Euroleague und dem ersten deutschen Duell wieder aufeinander. Bamberg hatte sich hierfür erst durch einen Krimi-Sieg nach Verlängerung gegen Partizan Belgrad qualifiziert.

Am anderen Ende des Klassements erlebten die Kellerkinder Licht und Schatten. Erst nach Verlängerung siegte Schlusslicht LTi Giessen 46ers bei den Neckar Riesen Ludwigsburg mit 76:71 (28:23). Dagegen kassierten die Frankfurt Skyliners gegen Phoenix Hagen eine 102:107 (50:46)-Niederlage.

Bereits am Samstag hatte Bayern München den zweiten Heimsieg in Serie gefeiert. Die schwach in die Saison gestarteten Gastgeber ließen den Walter Tigers Tübingen beim 107:80 (53:42) keine Chance und holten den zweiten Erfolg im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Svetislav Pesic. In der Tabelle sind die Münchner mit 14:12 Punkten Siebter. Direkt davor liegen die Artland Dragons nach dem 65:86 (26:34) gegen die EWE Baskets Oldenburg.

Nach einem ausgeglichenen Auftaktviertel drehten die Bayern im zweiten Spielabschnitt auf und setzten sich ab. Tübingen versuchte, sich noch einmal ins Spiel zurückzukämpfen, stellte aber im Schlussviertel die Gegenwehr ein. Bester Werfer der Münchner war Nationalspieler Robin Benzing mit 18 Punkten.