Pokljuka (dpa) - Miriam Gössner hat beim Biathlon-Weltcup in Pokljuka ihren dritten Podestplatz geschafft. Nach ihrem ersten Weltcup-Erfolg im Verfolgungsrennen belegte die 22-Jährige aus Garmisch im Massenstart-Rennen Platz zwei hinter der Norwegerin Tora Berger.

Einen weiteren Gössner-Sieg verhinderte der Nebel. «Ich habe gar nichts mehr gesehen», sagte sie über ihre drei Fehler im zweiten Liegendschießen. Neben Gössner wartet derzeit vor allem Routinier Andrea Henkel regelmäßig mit guten Ergebnissen auf. Die achtmalige Weltmeisterin wurde im letzten Rennen des Jahres Elfte. «Ich glaube an unsere Mannschaft. Wir haben einfach ein tolles Team», sagte Gössner.

Miriam Gössner könnte derweil läuferisch Bäume ausreißen. Dabei durchlebte die Garmischerin auch in diesem Jahr Tiefen - wieder einmal. Schwebte sie im vergangenen Sommer nach einer Darmablösung in Lebensgefahr, musste sie in diesem Jahr wegen einer komplizierten Zahnoperation lange leiden. Positiver Nebeneffekt: Sie nahm zehn Kilo ab und ist fitter denn je. Das macht sich im Vergleich zur Vorsaison der Loipe extrem bemerkbar. Wie einst ihre Freundin Magdalena Neuner fegt Gössner derzeit förmlich über die Strecke und stellt Laufbestzeiten auf. So auch in der Verfolgung, in der sie fünf Strafrunden kompensierte.

Dass der Premierensieg ihre nach wie vor vorhandene Schießschwäche nur kaschierte, weiß Gössner. Pro Rennen schoss sie im Schnitt viermal daneben. «Aber es war wieder ein Schritt in die richtige Richtung», meinte sie. Bereits in der Vorsaison war sie Dauergast in der Strafrunde, kassierte bis zu sieben Fehler in einem Rennen: «Klar wird es immer mal wieder hoch und runter gehen. Aber ich versuche, mich jeden Tag zu verbessern und aus meinen Fehlern zu lernen.»