Bonn (dpa) - Nach dem versuchten Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof streiten die Deutsche Bahn und die Bundespolizei, wer das Fehlen von Videobildern der Tat zu verantworten hat. Die Bahn hat zwar Teile des fraglichen Bahnsteigs mit Kameras beobachtet, aber keine Bilder gespeichert.

Sie wirft der Bundespolizei vor, keinen Auftrag zur Aufzeichnung erteilt zu haben, wie ein Sprecher der «Bild am Sonntag» sagte und «Der Spiegel» übereinstimmend berichtete.

Die Bundespolizei weist den Vorwurf den beiden Medien zufolge zurück. Ein Sprecher kritisierte, die Bahn sei nicht bereit, zusätzliche Aufzeichnungskapazitäten zu bezahlen. Tatsächlich haben sich beide Seiten laut «Spiegel» darauf geeinigt, Videobilder nur an zentralen Bahnhöfen zu speichern: Der Bonner Hauptbahnhof wurde demnach nicht als solcher eingestuft.