Sinsheim (dpa) - Double-Gewinner Borussia Dortmund hat zum Abschluss des Bundesliga-Jahres nach zuletzt drei sieglosen Spielen noch einmal jubeln dürfen und die Krise bei der TSG 1899 Hoffenheim verschärft.

Der deutsche Fußball-Meister gewann bei den Kraichgauern mit 3:1 (1:1), liegt aber als Tabellendritter nach der Hinrunde zwölf Punkte hinter Spitzenreiter und Rekordmeister Bayern München. «Es war wichtig, mit drei Punkten aus der Hinrunde rauszugehen», sagte Nationalspieler Mats Hummels, der am Sonntag seinen 24. Geburtstag feierte.

«Jetzt haben wir 30 Punkte, ich finde, das ist eine gute Marke», meinte BVB-Trainer Jürgen Klopp. Für seine Mannschaft geht es im DFB-Pokal vor Weihnachten noch gegen Hannover 96. «Wir werden anders dastehen müssen - und das werden wir auch», sagte Klopp, der mit der Leistung seiner Mannschaft vor allem vor der Pause überhaupt nicht zufrieden war. «Man hat richtig gemerkt, wie wir uns selber eingelullt haben», sagte er. «Aber wir haben uns am eigenen Schopf aus der Scheiße gezogen.»

Mario Götze (26. Minute), Kevin Großkreutz (58.) und Robert Lewandowski (66.) trafen vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena für den BVB. Sven Schipplock (35.) erzielten den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Hoffenheimer, die erstmals in ihrer Vereinsgeschichte vier Heimniederlagen am Stück kassierten. Nach der schlechtesten Halbserie der viereinhalbjährigen Bundesliga-Geschichte überwintert die TSG auf dem Relegationsplatz und ist wohl auf Trainersuche.

«Heute darf man der Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn heute hat sie alles gegeben», sagte Frank Kramer. Der Interims-Coach brachte in seinem zweiten Spiel mit Tobias Weis, Schipplock und Stephan Schröck drei neue Spieler. Vor dem Anpfiff zeigten die TSG-Spieler den Fans ein Plakat: «Aufholjagd! Wir zählen auf euch!» Ob Kramer im neuen Jahr noch als Chef auf der Bank sitzt, wird sich zeigen. «Wir können mit Frank weitermachen, der einen guten Job macht. Wir können aber auch einen erfahrenen Mann auf die Bank setzen, der den Bundesliga-Abstiegskampf kennt», sagte Manager Andreas Müller.

Man solle es ihm nachsehen, dass er auf dieses Thema nicht eingehen wolle, sagte Kramer dem Fernsehsender Sky. «Es geht darum, was ist das Beste für die Mannschaft, für den ganzen Verein, wie kommen wir aus dieser Situation raus.» Es gehe es jetzt darum, einfach zu beraten. «Ob das ich bin oder jemand anders», das sei egal. «Wir haben ganz klar festgelegt, dass wir uns nach dem Dortmund-Spiel zusammensetzten und das Ganze besprechen. Sonntag danach ist nicht fünf Minuten nach dem Spiel.»

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 35,4 - 64,6

Torschüsse: 9 - 17

gew. Zweikämpfe in %: 49,6 - 50,4

Fouls: 19 - 18

Ecken: 1 - 4

Quelle: optasports.com