Lemgo (SID) - Der deutsche Handball-Meister THW Kiel hat sich nach der Sensationspleite gegen MT Melsungen mit einem Zittersieg in der Bundesliga zurückgemeldet. Der Champions-League-Sieger, der vor einer Woche die erste Niederlage nach 51 Liga-Spielen und 585 Tagen kassierte hatte, gewann mit 27:26 (14:13) bei der HSG Wetzlar und heftete sich mit 29:3 Punkten an die Fersen von Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen (30:2).

Der HSV Hamburg stellte indes den Anschluss an die Europacup-Plätze her. Der Meister von 2011 kam beim Liga-Comeback des früheren Nationaltorwarts Johannes Bitter zu einem 35:29 (19:15) beim TBV Lemgo und rückte auf Tabellen-Rang acht liegend (20:12 Punkte) dicht an die Spitzenplätze heran.

Der kriselnde Altmeister TV Großwallstadt musste derweil die nächste bittere Pleite hinnehmen. Das Team von Trainer Peter David verlor gegen TuS N-Lübbecke mit 23:24 (12:15) und bleibt Vorletzter.

Die Kieler, die unter der Woche einen souveränen 36:25-Pokalsieg beim VfL Bad Schwartau verbucht hatten, lagen bei der HSG über weite Strecken des Spiel in Rückstand. Momir Ilic war mit fünf Toren der erfolgreichste Werfer der Zebras, beim Tabellen-Fünften Wetzlar erzielte Michael Müller (6) die meisten Treffer.

Für den souveränen Auswärtserfolg der diesmal überzeugenden Hamburger, die sich in der Woche noch zu einem 30:29-Pokalsieg bei Zweitligist TV Emsdetten gezittert hatten, war allen voran Hans Lindberg verantwortlich. Der dänische Nationalspieler steuerte zwölf Treffer bei. Für die Lemgoer, die weiter auf den 13. Rang liegen, traf Gunnar Dietrich (7) am häufigsten.

Großwallstadt reichten weder die Aufholjagd in den letzten zehn Minuten noch die neun Tore von Chen Pomeranz für einen Befreiungsschlag. Die Gäste aus Lübbecke, die sich auf den zehnten Rang vorschoben, hatten in Dennis Wilke (8) ihren besten Werfer.