Sigulda (dpa) - Nach fast zwei Jahren ohne Niederlage ist der Siegeszug der deutschen Rodel-Männer um Olympiasieger Felix Loch gestoppt. Beim Weltcup im lettischen Sigulda musste sich der dreimalige Weltmeister nach einem schweren Fahrfehler im zweiten Lauf mit Platz drei begnügen.

Nutznießer war der russische Routinier Albert Demtschenko, der vor dem zweimaligen italienischen Olympiasieger Armin Zöggeler seinen 15. Weltcup-Erfolg einfuhr.

«Ich bin einfach zu spät aus der Kurve 15 rausgefahren. Und schon ging's ab nach rechts», erklärte Loch sein Missgeschick. Nach deutlicher Bestzeit im ersten Durchgang hatte der Olympiasieger auch im entscheidenden Lauf lange deutlich in Front gelegen. Bis zu seinem schweren Fehler: «So etwas passiert. Ich kann froh sein, dass ich noch Dritter geworden bin», lachte Loch.

Bislang hatten die deutschen Männer im vorolympischen Winter alle Podestplätze unter sich ausgemacht, in Sigulda meldete sich die Konkurrenz zurück. Loch rettete noch Platz drei, seine Teamkollegen fuhren dagegen am Podest vorbei. Johannes Ludwig wurde Vierter vor Andi Langenhan. Damit konnten die deutschen Rodler in Lettland allein den Sieg ihrer Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt bejubeln.