Kein Durchbruch im US-Haushaltsstreit - aber etwas Hoffnung

Washington (dpa) - Ein mit Spannung erwartetes Krisentreffen von US-Präsident Barack Obama und Kongressführern beider Parteien hat keinen Durchbruch im Haushaltsstreit gebracht. Aber es gibt zumindest einen Hoffnungsschimmer, dass es bis zum Jahresende doch noch zumindest zu einer «kleinen Lösung» kommt. Wie Obama nach der Sitzung im Weißen Haus selbst vor Journalisten bestätigte, haben jetzt die Fraktionschefs der Demokraten und Republikaner im Senat den Auftrag, rasch einen Kompromiss auszuhandeln. Hauptstreitpunkt sind weiterhin Steuererhöhungen für die Reicheren.

Monti will Parteien der Mitte in Italien in Wahlkampf führen

Rom (dpa) - Der scheidende italienische Ministerpräsident Mario Monti will an der Spitze eines Bündnisses von Parteien der Mitte in den Wahlkampf ziehen. Er habe eine solches Angebot für die Wahl Ende Februar akzeptiert, sagte er in Rom. Zuvor hätten ihm die Zentrumsparteien glaubwürdig und reichlich Unterstützung zugesichert für sein Reformprogramm, das er am vergangenen Wochenende präsentiert hatte. Mit der Entscheidung wird der 69-jährige Ökonom Kandidat des Bündnisses für das Amt des Premierministers.

Verbraucherzentralen: Energiewende teurer als nötig

Berlin (dpa) - Die Verbraucherzentralen fordern grundlegende Korrekturen beim Umbau der Stromversorgung. Die Energiewende sei richtig, sagte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Gerd Billen, der dpa. Aus Verbrauchersicht sei sie aber teurer, als sie sein müsste. Die Energiewende sei zu schlecht koordiniert und zu schlecht geplant. Er verlangte die Abschaffung der Privilegien, die viele Firmen von Netzentgelten und der Ökostrom-Umlage befreiten. Es sei ungerecht, dass dadurch die Privathaushalte den größten Teil der Mehrkosten schultern müssten.

Syrien-Vermittler Brahimi wirbt in Moskau für Konfliktlösung

Moskau (dpa) - Der UN-Sonderbeauftragte für den Syrien-Konflikt, Lakhdar Brahimi, wird heute in Moskau um Unterstützung für seinen Friedensplan werben. Zuletzt hatte der algerische Diplomat seinen Plan dem umstrittenen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vorgestellt. Die UN-Vetomacht Russland beharrt - im Gegensatz zum Westen - darauf, dass Assad an einer gemeinsamen Führung aus Vertretern des Regimes und der Opposition beteiligt wird. Eine Militärintervention lehnt Moskau weiter strikt ab.

BBC: Verhandlungen mit Rebellen in Zentralafrikanischer Republik

London (dpa) - Nach wochenlangen Kämpfen haben sich Regierung und Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik Medienberichten zufolge auf Verhandlungen geeinigt. Wie die BBC berichtet, sollen die Gespräche ohne Vorbedingungen in Libreville, der Hauptstadt Gabuns, stattfinden. Dies hätten Vertreter regionaler Bündnisse, darunter die Wirtschaftsgemeinschaft Zentralafrikanischer Staaten, nach einer zweitägigen Vermittlungsmission in Bangui bestätigt. Die Verhandlungen sollten innerhalb der nächsten Tage beginnen.

Bush Senior geht es besser

Washington (dpa) - Der Gesundheitszustand des ehemaligen US-Präsidenten George Bush Senior hat sich gebessert. Er bleibe aber noch auf der Intensivstation, sagte ein Sprecher der Familie. Der 88-Jährige wird in einer Klinik seit dem 23. November wegen eines bronchitisähnlichen Hustens behandelt, in den vergangenen Tagen kam dann noch hartnäckiges Fieber hinzu. Bush sei hellwach und wie immer guten Mutes, sagte der Sprecher. Der Patient singe sogar.