Bormio (dpa) - Der Österreicher Hannes Reichelt und der Italiener Dominik Paris haben bei der knappsten Männer-Entscheidung in der Geschichte des alpinen Ski-Weltcups für einen Doppelsieg bei der Abfahrt gesorgt.

Das Duo lag in Bormio in Italien nur eine Hundertstelsekunde vor dem drittplatzierten Norweger Aksel Lund Svindal. Vierter wurde der Österreicher Klaus Kröll, der nur eine weitere Hundertstelsekunde hinter dem Podest platziert war.

Als bester deutscher Skirennfahrer kam Stephan Keppler, zeitgleich mit dem Italiener Peter Fill, auf den elften Rang. Keppler erfüllte damit die Hälfte der WM-Norm.

Bei den Herren gab es nie eine engere Weltcup-Entscheidung. Lediglich bei den Damen war es schon einmal noch knapper. Beim Super-G in Norwegen im Jahr 2006 waren drei Skirennfahrerinnen auf dem ersten Rang platziert. Auf Rang vier betrug der Abstand nur eine Hundertstelsekunde. Einen weiteren Dreifachsieg hatte es beim Riesenslalom in Sölden im Jahr 2002 gegeben.

«So etwas hab ich noch nie erlebt», sagte der Gesamtweltcupführende Aksel Lund Svindal in Bormio. Und der Österreicher Kröll als Vierter konnte es kaum glauben. «Da fühlt man sich ein bisschen wie der Depp vom Tag.»