Berlin (dpa) - Lance Armstrong erwägt nach einem Bericht der «New York Times» ein Doping-Geständnis. Das Blatt bezieht sich dabei auf das Umfeld des 41-Jährigen. Demnach habe sich Armstrong bereits mit dem Chef der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA, Travis Tygart, getroffen.

Armstrongs langjähriger Anwalt Tim Herman dementierte das aber und antwortete auf die Frage, ob sein Mandant Doping zugeben würde: «Lance muss da für sich selbst sprechen.» Armstrong waren nach umfangreichen USADA-Ermittlungen seine sieben Siege bei der Tour de France aberkannt worden. Bisher hatte der Amerikaner Doping stets vehement bestritten.

Die gefallene Radsport-Ikone darf wegen einer lebenslangen Sperre auch nicht den meisten Triathlon-Rennen teilnehmen, da die Mehrzahl der Veranstalter die Sperre der nationalen und internationalen Anti-Doping-Agenturen USADA und WADA akzeptieren. Wieder an Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen, darin könnte die Motivation Armstrongs liegen, nun doch reinen Tisch zu machen.

Juristisch könnte ein Geständnis hingegen schwerwiegende Folgen haben. Armstrong hatte in mehreren Prozessen ausgesagt, nie gedopt zu haben. Unterlegene Kontrahenten und Ex-Sponsoren fordern Geld zurück.

Bericht NY Times