Neu Delhi (dpa) - Vor dem Mordprozess im Fall der vergewaltigten Inderin will das Gericht in Neu Delhi heute offiziell Anwälte für die Beschuldigten bestellen. Danach soll der Fall an ein Schnellgericht übergeben werden, das den eigentlichen Mordprozess führen soll.

Wann er beginnt, ist noch offen. Den fünf volljährigen Beschuldigten droht die Todesstrafe. Beim sechsten Verdächtigen wird noch geprüft, ob er minderjährig ist.

Ein Anwalt warf der Polizei unterdessen vor, die volljährigen Beschuldigten gefoltert zu haben. Sie seien mit Eisenstangen schwer misshandelt worden, um Geständnisse zu erzwingen, sagte Anwalt Manohar Lal Sharma gestern. Sharma ist nach eigenen Angaben von drei der fünf volljährigen Beschuldigten zu deren Verteidiger ernannt worden. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht. Das 23 Jahre alte Opfer war an seinen Verletzungen gestorben.