Düsseldorf (dpa) - Die weltweit gefeierten Klangkünstler der Gruppe Kraftwerk führen von diesem Freitag an in Düsseldorf an acht Abenden ihr Gesamtwerk auf.

Zugleich wird in der Landeshauptstadt eine Schau des Fotografen Peter Boettcher («Kraftwerk - Roboter») eröffnet, der das Wirken der Gruppe seit nunmehr 20 Jahren dokumentiert hat.

Die Musiker haben als Pioniere der elektronischen Musik Weltruf erlangt. Ihr Auftritt an diesem Freitag in der Kunstsammlung NRW ist der erste seit über 20 Jahren in ihrer Heimatstadt Düsseldorf.

Die legendäre Combo, 1970 von Ralf Hütter und Florian Schneider gegründet, führt an den kommenden Abenden ihr Gesamtwerk in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen chronologisch auf. Im April 2012 war die Konzertreihe bereits im New Yorker Museum of Modern Art uraufgeführt worden. Die Karten dafür waren genau wie die Düsseldorfer Konzertreihe binnen Minuten ausverkauft. Nach Düsseldorf tritt Kraftwerk auch in London in der Tate Modern auf.

Das Klangkunst-Spektakel startet mit dem Album «Autobahn» von 1974 und endet mit «Tour de France» (2003). Die Retrospektive wird mit speziell entwickelten 3D-Projektionen zum audiovisuellen Gesamtkunstwerk.

Kraftwerk hatten mit den ersten Synthesizern experimentiert und die Digitalisierung der Musik um Jahre vorweggenommen. Ihre Musik widmet sich konsequent dem Thema «Mensch - Maschine».

Mit den vier nahezu regungslosen Gestalten vor vier Keyboards schrieb deutsche Popmusik erstmals weltweit Musikgeschichte. Die Düsseldorfer Avantgarde-Musiker gelten inzwischen als Begründer der elektronischen Musik. Ihr minimalistischer Synthesizer-Sound war bahnbrechend und wegbereitend für Musikstile wie Elektro, Synthie-Pop und Techno.

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