Brüssel (SID) - Der arm- und beinamputierte französische Schwimmer Philippe Croizon hat erneut für Aufsehen gesorgt. Als erster Mensch ohne Gliedmaßen tauchte er auf den 33 m tiefen Grund eines Swimming Pools in Brüssel. "Das war ein intensives Glücksgefühl", sagte Croizon. Für seinen Tauchgang im Nemo 33, dem weltweit tiefsten Swimming Pool, wurden große Flossen an die Prothesen des 44-Jährigen angebracht.

Erst im August 2012 hatte Croizon seine Weltreise beendet. Im Mai hatte Croizon sein Vorhaben gestartet. Er schwamm unter anderem 20 Kilometer von Papua Neuguinea nach Indonesien. Ebenso führte ihn seine Route durch das Rote Meer von Ägypten nach Jordanien und von Spanien nach Marokko. Auf seiner letzten Etappe schwamm er vier Kilometer in der Behringstraße von der Kleinen Diomedes-Insel (USA) zur russischen Ratmanow-Insel. Demnächst will der frühere Metallarbeiter den in Peru und Bolivien gelegenen Titicaca-See durchschwimmen.

Croizon war 1994 von einem 20.000-Volt-Stromschlag getroffen worden, als er versuchte, eine Fernsehantenne vom Dach zu entfernen und dabei zu nah an eine Hochspannungsleitung geriet. Beide Arme und Beine mussten amputiert werden.