Budapest (AFP) Jüdische Organisationen in Ungarn haben die Einstellung eines Verfahrens gegen einen rechtsextremen Abgeordneten kritisiert, der die Registrierung jüdischer Regierungs- und Parlamentsmitglieder gefordert hatte. Die Vereinigte ungarische jüdische Gemeinde und die Chabad-Lubavitch-Gemeinschaft stellten am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung die Entscheidung der Staatsanwaltschaft vom Vortag in Frage, dass Marton Gyöngyösi von der Jobbik-Partei sich nicht des Aufrufs zum Hass aus rassischen, religiösen oder ethnischen Gründen schuldig gemacht habe.