Berlin (AFP) Im Zusammenhang mit dem Untertauchen der drei Rechtsextremisten Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe hat die thüringische Justiz den Landesverfassungsschutz der Kollaboration verdächtigt. Bei der Staatsanwaltschaft in Gera habe es Ende der 1990er Jahre den "ungeheuerlichen" Verdacht gegeben, dass das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) den Mitgliedern der rechtsextremen NSU möglicherweise Hilfestellung geleistet habe, sagte der Geraer Oberstaatsanwalt Gerd Michael Schultz am Donnerstag laut Bundestag-Pressedienst vor dem NSU-Untersuchungsausschuss.