Brüssel/Luxemburg (dpa) - Ungeachtet neuer Bedenken aus Frankreich lehnt der scheidende Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker einen neuen Zeitplan für seine Nachfolge ab.

«Ich habe deutlich gemacht, dass ich gerne Ende Januar zurücktreten würde, und an diesen Fahrplan, der allen bekannt ist, werde ich mich auch halten», sagte der luxemburgische Premier- und Schatzminister der Nachrichtenagentur dpa in Brüssel. Juncker reagierte damit auf Einwände aus Paris. Finanzminister Pierre Moscovici ließ gegenüber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» erkennen, eine Entscheidung zur Juncker-Nachfolge könnte erst im Februar fallen. Nach bisheriger Planung soll der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem künftig die Euro-Kassenhüter leiten. Der Wechsel soll laut Diplomaten am kommenden Montag in Brüssel besiegelt werden.